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Bundesrechenzentrum Fallstudie


Bundesrechenzentrum Als das Bundesrechenzentrum, der IT Service Provider der österreichischen Bundesregierung, mit der Entwicklung einer Webservice-basierten Lösung zur Verifizierung elektronischer Signaturen beauftragt wurde, griff es zu Tools von Altova.

Übersicht

Das Bundesrechenzentrum ist mit 800 Mitarbeitern und einem Umsatz von 160 Millionen Euro im Jahr 2003 der wichtigste IT Service Provider der österreichischen Bundesregierung. Um die Entwicklung und den Einsatz von eGovernment Lösungen voranzutreiben, wurde im Sommer 2004 die Abteilung "Basic eGovernment Services" gegründet. Die Abteilung beschäftigt sich im wesentlichen mit eDemocracy (Elektronische Abwicklung von Wahlen, Volksbefragungen etc.), Content Management für Services wie help.gv.at (Service Portal für österreichische Bürger) sowie mit elektronischen Signaturen und Kryptographie.

Dank der Funktionalitäten von Altova XMLSpy für XML und Web Services Entwicklung wurde die österreichische eGovernment Initiative schnell ein Erfolg.

Aufgabenstellung

Kurz nach der Gründung der Abteilung Basic eGovernment Services, wurde diese mit dem Projekt “Modules for Online Applications (MOA) beauftragt. Der wesentlichste Punkt von MOA war die Entwicklung einer auf Web Services basierenden Lösung für die Verifizierung elektronischer Signaturen. MOA sollte ein Meilenstein für Secure Information und Datentransfer werden und es dem Staat ermöglichen, seinen Bürgern Online Service zur Verfügung zu stellen – ohne dafür im Gegenzug die Sicherheit zu opfern. Friedrich Koller, Leiter elektronische Signatur und Kryptographie des Bundesrechenzentrums, führt ein sechsköpfiges Team zur Umsetzung der MOA Initiative.

Die erste Aufgabe von Kollers Team war es, eine Lösung zur Verifizierung der elektronischen Signaturen für die Bürgerkarte zu finden. Diese Karte soll es allen Österreichern ermöglichen, ihre Geschäfte mit dem Staat online zu erledigen. Mit der Bürgerkarte sollen User ihre Steuererklärungen bei Finanz-Online durchführen oder interaktive Services wie help.gv.at benutzen können.

Lösung

Koller und sein Team entwickelten eine auf XML basierende Web Services Lösung, um die elektronischen Signaturen für die Bürgerkarte sowie auch für andere MOA Services überprüfen zu können. Alle Module basieren auf XML. Das Bundesrechenzentrum verwendet die W3C- Standard XML Digital Signatur (XMLDSIG) als Spezifikation für die Identifizierung von elektronischen Signaturen. Koller erklärt: "Wir haben MOA als Web Service mit SOAP entwickelt, da lag es für uns auf der Hand, XML zu verwenden. Wir müssen sehr komplexe Informationen übertragen, die auch optionale Teile enthalten. Durch die XML Struktur können wir die optionalen Teile zunächst weglassen und haben immer noch die Möglichkeit, sie später korrekt hinzuzufügen. Das steigert unsere Effizienz enorm. Wir wollten auch die Möglichkeit haben, neue Daten anhand einer Standard Software Applikation zu überprüfen, was wir nun mit XML Schema durchführen können."

“Wir haben XMLSpy für die Definition der XML Struktur und die Entwicklung der Web Services Anwendung verwendet“, fährt Koller fort. “Ich bin überzeugt, dass XMLSpy uns hilft, unsere Anwendungen von Anfang an so schnell und effizient wie möglich zu gestalten. Das Bundesrechenzentrum setzte den visuellen Schema Editor von XMLSpy ein, um das Datenmodell für die Überprüfung der Signaturen zu entwickeln sowie für das Designen und Arbeiten mit XML Daten-Files. Das Team fand auch die umfassenden Webservice-Entwicklungstools von XMLSpy sehr hilfreich, vor allem den SOAP Debugger. "Die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen XMLSpy-Ansichten zu wechseln (Text, Grid, Schema/ WDSL, Authentic, Browser), war sehr wichtig für uns“, erklärt Koller.

Ergebnis

Die Applikation zur Verifizierung von Signaturen ermöglicht es nicht nur österreichischen Bürgern, sichere Transaktionen mit Finanz-Online durchzuführen, sie wird in Zukunft auch für andere Anwendungen des Basic eGovernment Services Department verwendet. Die XML-basierende Web Services Applikation trägt der Idee eines anwenderfreundlichen, sicheren Online Zugangs zu staatlichen Services Rechnung. Nun da die technische Basis für einen sicheren, elektronischen Datenaustausch gegeben ist, kann der Staat immer mehr elektronische Services in einem sicheren Environment anbieten und dazu beitragen, dass auf beiden Seiten viel Zeit und Geld eingespart wird.



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