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Rationalisierung von Lokalisierungsprozessen mit Altova Tools

Die rapide voranschreitende Globalisierung hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Dokumentationsanforderungen vieler fortschrittsorientierter Unternehmen. Da Inhalte, die in einer ganzen Reihe verschiedener Sprachen veröffentlicht werden sollen, schnell und genau und gleichzeitig unter Einhaltung knapper Budgets lokalisiert werden müssen, mussten viele Unternehmen ihre herkömmlichen Dokumentationsmethoden und -abläufe neu strukturieren.

Durch die Trennung von Inhalt und Darstellung haben XML- und das Single Source Publishing das Content Management, den Dokumentenaustausch und die Kommunikation in mehreren Sprachen revolutioniert. Durch ein XML-basiertes Dokumentationssystem können die Kosten dank einfacher Konvertierung in unterschiedliche Datenformate und Applikationstypen erheblich gesenkt werden. Um jedoch alle Vorteile von XML nutzen zu können, müssen zuerst Änderungen in den herkömmlichen Dokumentationsabläufen vorgenommen werden.

Um sicherzustellen, dass die Qualität des Endprodukts gewährleistet ist, wurde ein System von Überprüfungsmechanismen implementiert. Mit der Single Source-Methode wird sichergestellt, dass Abläufe (Konvertierung, Bearbeitung usw.) nur einmal durchgeführt und nicht weiter angepasst werden müssen, d.h. dass der gesamte Inhalt im Speichersystem nur minimal umstrukturiert und überarbeitet werden muss, um zur Darstellung in die entsprechenden Applikationen geladen werden zu können.

In einem globalen Umfeld, in dem gleichzeitig Dokumentation in einer Reihe verschiedener Sprachen veröffentlicht werden muss, können archivierte XML-Quelldokumente ganz leicht durch Anwendung von Übersetzungsscripts und Darstellungsscripts, mit denen Formatierungsattribute anhand sprachspezifischer Vorgaben lokalisiert werden können, übersetzt werden. Indem einheitlicher Inhalt für einen internationalen Markt produziert wird, können außerdem die Kosten für Übersetzung und Aktualisierung des Inhalts erheblich reduziert werden.

XML-Dokumentation

XML wird vom Verlagswesen seit langem als kosteneffiziente Lösung für viele ablaufspezifische Probleme in der Erzeugung und Veröffentlichung von Inhalt gelobt. Durch Konvertierung von Inhalt ins XML-Format können Sie diesen besser gliedern, indizieren, verlinken, speichern, wiederverwenden und darstellen. Inhalt nur in XML zu konvertieren genügt jedoch nicht, um alle Vorteile auszuschöpfen. Um das enorme Potenzial von XML und den damit in Zusammenhang stehenden Technologien in vollem Umfang nutzen zu können, müssen Arbeitsabläufe angepasst werden.

In einem optimalen Arbeitsablauf für Content Publisher sollten sich Prozesse möglichst wenig wiederholen. Sobald der Inhalt zur Verfügung steht, wird er bearbeitet, in XML konvertiert und in der Content Management-Architektur in einem zentralen Single Source-Speichersystem gespeichert. Die XML-Dateien selbst erhalten nur wenige Definitionen (Tags), um eine möglichst hohe Flexibilität zu gewährleisten. Das Speichersystem wird nun zum zentralen Speicher für alle verfügbaren Inhalte.

Die Vorteile bei diesem Modell liegen hauptsächlich in der Darstellung des Inhalts. Durch das Speichern von Inhalten in einem Single Source-Speichersystem kann der Export dieser Inhalte zur Darstellung in verschiedenen Formaten und Applikationen größtenteils automatisiert werden. Inhalt muss nicht jedes Mal erneut konvertiert oder bearbeitet werden, wenn er in einem anderen Medium dargestellt wird. Wenn dabei Probleme auftreten, so lässt sich dies sofort auf die Verarbeitung und nicht die Daten selbst zurückführen.

Übersetzung

Mit Hilfe von Translation Memory-Datenbanken (TMs) wird Inhalt durch Segmentierung von Quell- und Zieltext modularisiert und in einer durchsuchbaren Datenbank zur Wiederverwendung gespeichert. Zwar können die Kosten mit Hilfe dieser teilautomatisierten Systeme im Vergleich zum manuellen Übersetzen gesenkt werden, da aber Übersetzungen im Allgemeinen auf Satzebene erfolgen, werden diese Segmente oft aus dem Zusammenhang gerissen.

XML-Dokumente sind dagegen von Ihrer Natur her modular und müssen im Gegensatz zu herkömmlichen TM-Systemen nicht so stark geparst werden. Außerdem können XML-Inhalte ganz einfach (z.B. mit Metadaten) kodiert und während der Übersetzung bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt werden, wodurch sichergestellt wird, dass die für die Übersetzung so wichtigen Kontextinformationen erhalten bleiben.

Mit Hilfe eines XML-fähigen Single Source Publishing-Modells kann Inhalt wiederverwendet werden, sodass wiederholte Übersetzungen reduziert werden bzw. gar nicht mehr erforderlich sind, wodurch Unternehmer erhebliche Zeit und Kosten sparen können. Mit Hilfe von XML kann Inhalt für Übersetzungszwecke sinnvoll und ohne aus dem Zusammenhang gerissen zu werden, segmentiert werden.

Bei Dokumenten-Frameworks wie z.B. technischen Handbücher und dergleichen, in denen derselbe Text oft mehrfach an verschiedenen Stellen vorkommt, eröffnen sich alleine bei der Übersetzung durch die Möglichkeit Ressourcen zu konsolidieren, enorme Einsparungspotenziale.

Standards

Als Hilfe bei der Lokalisierung von Dokumenten-Frameworks gibt es eine wachsende Anzahl neuer Standards. Die Methoden für Übersetzungsabläufe und Dokumentenaustausch sind konzipiert, um Content Management-Architekturen für mehrsprachige Umgebungen effizienter zu gestalten. Dazu gehören:

  • Translation Memory eXchange (TMX) – ein branchenweiter XML-Standard für den Austausch von TM-Daten zwischen Tools und/oder Übersetzungsfirmen
  • Term Base eXchange (TBX) – ein offener XML-basierter Standard für den Austausch strukturierter Terminologiedaten
  • Open Lexicon Interchange Format (OLIF) – ein offener XML-kompatibler Standard für den Austausch terminologischer und lexikalischer Daten
  • XML Localization Interchange File Format (XLIFF) – ein XML-basiertes Vokabular für den Austausch lokalisierbarer Software und dokumentbasierter Objekte und der dazugehörigen Metadaten (XLIFF ist auch im DITA-Übersetzungsunterausschuss vertreten)
  • Translation Web Services (TransWS) – definiert die Calls (Aufrufe), die erforderlich sind, um für Lokalisierungsprojekte benötigte Dateien und Messages über Webservices zu senden und abzurufen.
  • XML-basierter Textspeicher (xml:tm) – ein offener XML-Standard für das Einbetten von gespeichertem Text mittels der XML-Namespace-Syntax direkt in ein XML-Dokument.

XML ist von seiner Natur her auf Erweiterbarkeit ausgelegt, sodass eine große Bandbreite an Industriespezifikationen erstellt werden kann. Viele davon ermöglichen Unternehmen, Geschäftsprozesse zu rationalisieren und die Kommunikation zu verbessern.

Formatierung

In der globalen Wirtschaftwelt von heute müssen Unternehmen oft Inhalt in mehreren Sprachen erstellen. In einem herkömmlichen Dokumentationsarbeitsablauf ist dies ein extrem mühsamer Prozess. Herkömmliche Publishing-Lösungen wie Quark, PageMaker, FrameMaker, usw. erfordern teure und ressourcenintensive Desktop Publishing und Bearbeitungsprozesse, damit ein Text neu verarbeitet werden kann. Außerdem eignen sich diese Seitenlayout-Applikationen im Allgemeinen nicht sehr gut für die Ausgabe in mehrere Formate.

Aufgrund seiner Erweiterbarkeit bietet XML unbeschränkte Möglichkeiten Markup-Code zu definieren und strukturieren. Dadurch können beliebige Datenstrukturen verarbeitet und Informationen dargestellt werden, die sowohl für Menschen als auch Maschinen lesbar sind. Außerdem bietet XML auch umfangreiche Unterstützung für Unicode-Zeichen, wodurch Texte automatisch normalisiert und in mehrsprachigen Umgebungen nativ aufgerufen werden können.

Ein XML-Dokumenten-Framework ermöglicht bei Lokalisierungsabläufen erhebliche Produktivitätssteigerungen. Durch die XML eigene Trennung des Inhalts von seiner Struktur und Darstellung können Texte übersetzt werden, wobei die durch ein XML-Schema oder eine DTD vorgegebene Dokumentstruktur erhalten bleibt. Alle zusätzlich erforderlichen Formatierungen können gleichzeitig durch Anwendung eines XSLT- und/oder XSL:FO Stylesheet implementiert werden.

Altova® Tools für XML-basiertes Single Source Publishing in einer globalen Umgebung

Es gibt natürlich viele verschiedene Methoden um Inhalt mit Hilfe von XML-Technologien für den internationalen Markt aufzubereiten. Im Folgenden sind nur einige Beispiele dafür aufgelistet, wie Sie mit Hilfe von Altova Tools globale Publishing-Abläufe rationalisieren können.

  • Mehrere Ausgabeformate

    StyleVision® ist ein grafisches Stylesheet Design-Tool zum Erstellen eines Designs für die gleichzeitige Ausgabe in HTML, RTF, PDF, Word 2007 (OOXML) und elektronische Authentic®-Formulare.



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  • Sprachspezifische Stylesheets

    StyleVision unterstützt auch benutzerdefinierte Parameter, mit denen XML-Quellen durch Anwendung von Variablen modular gehalten werden können. Auf diese Art können durch den Import sprachspezifischer Stylesheets und unverändert belassenem XML-Inhalt unbeschränkt viele Sprachen zur Dokumentation hinzugefügt werden.



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  • Natürlich kann es bei diesem Ansatz der Veröffentlichung von Inhalt in mehreren Sprachen dazu kommen, dass enorm viele Stylesheets erstellt werden müssen, deren Wartung immer schwieriger wird.

  • SchemaAgent®, das schemabasierte Dateimanagement-System von Altova bietet komplexe Funktionalitäten zum Verwalten von XSLT-Dokumentenbeziehungen (sowie XML-Schemas und WSDL-Dokumenten) in großen Publishing-Umgebungen.



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  • XSL Lang()-Funktion

    StyleVision unterstützt auch die XSL lang()-Funktion, mit der anhand des xml:lang-Attributs die richtige Übersetzung aus dem/den XML-Quelldokument(en) geholt wird. In diesem Szenario könnten alle Übersetzungen, wie im xml:tm-Standard definiert, in einer XML-Instanz oder separat in sprachspezifischen Verzeichnissen gespeichert werden.



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  • Tool zum Verfassen von WYSIWYG-Texten

    Mit Authentic besteht die Möglichkeit, XML direkt über elektronische Formulare, die auf mit StyleVision erstellten Stylesheets basieren, zu bearbeiten. Authentic steht kostenlos zur Verfügung und kann dadurch von unbegrenzt vielen Benutzern verwendet werden, ohne dass dadurch Mehrkosten entstehen. Dadurch können Übersetzer direkt mit XML arbeiten, anstatt dass der Text später für die Veröffentlichung konvertiert werden muss.



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  • Authentic enthält außerdem eine Rechtschreibprüfung mit integrierten Wörterbüchern in 18 verschiedenen Sprachen und Vokabularen, damit Autoren und Übersetzer sicherstellen können, dass die Texte korrekt sind.



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Fazit

Für das Single Source Publishing wird ein zentraler Datenspeicher für den Inhalt benötigt, damit dieser abgerufen, wiederverwendet und in mehrere Medien ausgegeben werden kann. Dadurch wird garantiert, dass der Inhalt auch bei beliebig vielen Iterationen des Vorgangs intakt bleibt. In einem großen Dokumentationslokalisierungspool bietet die Möglichkeit, verschiedenen Sprach- und Formatierungsanforderungen gerecht zu werden, erhebliche Geschäftsvorteile.

Es gibt eine Reihe verschiedener Lösungsansätze für das Warten von Single Source Content für ein globales Publikum. Eine gut durchdachte Lösung zum Vorbereiten und Speichern von Inhalten bietet eine ganze Reihe von Vorteilen wie unter anderem bessere Qualität und Konsistenz, geringere Übersetzungskosten und langlebigere Ergebnisse der Investitionen in die Übersetzung.

Außerdem erleichtert ein XML-fähiges Single Source Publishing-Modell die Wiederverwendung von Dokumenten und deren Ausgabe in verschiedene Formate, sodass Endbenutzer darauf in HTML, RTF; PDF, Word 2007 (OOXML) usw. zugreifen können. Eine Integration dieses Systems in den Dokumentationsablauf von Unternehmen ermöglicht die Darstellung genauer, einheitlicher und standardisierter Informationen. Bei XSL-Transformationen werden formatspezifische Verarbeitungsanweisungen angewendet, wobei der Inhalt und die Struktur des Dokuments unangetastet bleiben.

Die Migration von Inhalt in XML-basierte Single Source Publishing-Abläufe erfordert anfangs einiges an Planung und Investitionen in die Technologie, macht sich aber bezahlt. Aufgrund von Kostenersparnissen bei Übersetzung und Layout, höherer Produktivität und der Möglichkeit in der Zukunft auch neuen Sprachen und anderen Datenstrukturen gerecht zu werden, rentiert sich diese relativ geringe Investition in kurzer Zeit.



Lesen Sie diesen Bericht und mehr dazu im Altova Blog.



Testen Sie selbst, wie Sie Ihre globalen Dokumentationsabläufe mit Hilfe von Single Source Publishing optimieren können. Downloaden Sie jetzt eine kostenlose 30-Tage-Testversion von StyleVision!

Hinweis: Beachten Sie bitte, dass StyleVision und die anderen oben genannten Produkte als Bestandteile des Altova-Software-Pakets MissionKit™ verfügbar sind. Der MissionKit™ enthält XML- und Datenmanagement-Tools für verteilte Publishing-Umgebungen. Nähere Informationen zum MissionKit finden Sie hier.



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Akronymophobie
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Substantiv. Zustand, der durch eine unübersehbare Anzahl an technischen Abkürzungen, Akronymen und Schlagwörtern verursacht wird. Lässt sich mit dem Altova-Glossar gut behandeln.

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