Altova MapForce Server 2026 Advanced Edition

Der Befehl run führt eine als Argument bereitgestellte MapForce Server-Ausführungsdatei (.mfx-Datei) aus. Die MapForce Server-Ausführungsdatei wird mit MapForce erstellt. Es handelt sich hierbei um ein für die Ausführung auf dem Server kompiliertes Mapping.

 

Für das Mapping erforderliche Input-Dateien müssen sich unter dem Pfad befinden, der zum Zeitpunkt des Mapping-Designs in MapForce definiert wurde. Wenn MapForce Server nicht auf demselben Betriebssystem wie MapForce ausgeführt wird, müssen die für das Mapping erforderlichen Input-Dateien zusammen mit der .mfx-Datei auf den Zielrechner kopiert und über einen relativen Pfad referenziert werden. Nähere Informationen zu relativen oder absoluten Pfaden in Mappings finden Sie in der MapForce-Dokumentation (https://www.altova.com/de/documentation#mapforce). Je nach Mapping-Design müssen eventuell auch andere Voraussetzungen erfüllt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Vorbereiten von Mappings für die Server-Ausführung.

 

Wenn das Ergebnis des Mappings ein einfacher Wert wie z.B. ein String ist, wird diese Ausgabe in den stdout (Standard Output) Stream geschrieben. Die Erfolgs- und Fehlermeldungen stehen im stderr (Standard Error) Stream zur Verfügung. Wenn Sie nicht möchten, dass der Standardausgabe-Stream zusammen mit den Erfolgs- oder Fehlermeldungen auf dem Bildschirm angezeigt wird, leiten Sie entweder den Standardausgabe- oder den Standard Error Stream (oder beide) in Dateien um. Wenn weder der stdout noch der stderr Stream umgeleitet wird, werden beide kombiniert auf dem Bildschirm angezeigt.

 

Um z.B. den Standardausgabe-Stream in eine Datei umzuleiten, verwenden Sie den folgenden Befehl:

 

mapforceserver run MyMapping.mfx > MyOutput.txt

 

Um den Standard Error-Stream in eine Datei umzuleiten, verwenden Sie den Befehl:

 

mapforceserver run MyMapping.mfx 2> Diagnostics.log

 

Um beide Streams gleichzeitig umzuleiten, verwenden Sie den Befehl:

 

mapforceserver run MyMapping.mfx > MyOutput.txt 2> Diagnostics.log

 

Nähere Informationen zum Umleiten von Streams finden Sie in der Dokumentation zur Befehls-Shell Ihres Betriebssystems.

 

Syntax

Windows

MapForceServer run [options] MfxFile

Linux

mapforceserver run [options] MfxFile

 

Befehlsoptionen

 

--catalog=FILE

Definiert den absoluten Pfad zu einer Root-Katalog-Datei, die nicht die installierte Root-Katalog-Datei ist. Der Standardwert ist der absolute Pfad zur installierten Root-Katalog-Datei, siehe Katalogdateien.

 

--cert

--certificatespath=FILE

Gilt für MapForce Server, wenn das Programm auf Linux ausgeführt wird. Damit wird der Pfad zu dem Verzeichnis definiert, in dem für das Mapping benötigte Zertifikatdateien gespeichert sind.

 

Siehe auch Verwaltung digitaler Zertifikate.

 

--cp

--java-classpath=CLASSPATH

Gibt an, welcher Java Class Path verwendet werden soll (entspricht der Option -cp bei Start von Java). MapForce Server übergibt diesen Wert an die Java Runtime-Umgebung.

 

--cred

--credential=KEY:VALUE

Diese Option ist anwendbar, wenn das Mapping Anmeldeinformationen enthält, die Sie zum Zeitpunkt des Designs des Mappings in MapForce definiert haben. KEY ist der Namen der Anmeldeinformationen, wie er in MapForce definiert wurde. VALUE bestehte aus einem oder mehreren Name-Wert-Paaren, z.B:

 

name1=value1&name2=value2

 

Hierbei ist name einer der folgenden:

 

username

password

oauth:token

 

Wenn Sie mehrere durch das Kaufmännische Und-Zeichen getrennte Name-Wert-Paare verwenden, setzen Sie das KEY:VALUE-Paar in Anführungszeichen, siehe Anmeldeinformationen.

 

--gc

--globalresourceconfig=VALUE

Diese Option ist anwendbar, wenn im Mapping globale Ressourcen verwendet werden. Sie definiert den Namen der Konfiguration für globale Ressourcen. Diese Option muss zusammen mit der Option --globalresourcefile verwendet werden.
 

--gr

--globalresourcefile=FILE

Diese Option ist anwendbar, wenn im Mapping globale Ressourcen verwendet werden. Sie definiert den Pfad zur Definitionsdatei für globale Ressourcen. Diese Option muss zusammen mit der Option --globalresourceconfig verwendet werden.
 

 

--java-ignore-codebase=true|false

Ignoriert den in das Mapping eingebetteten Codebase-Pfad, welcher sonst zum Auffinden von Java-Klassendateien verwendet würde. Wenn die Option auf true gesetzt ist, wird zum Auflösen von Klassen nur der Java Class Path verwendet. Der Standardwert ist false.

 

Verwenden Sie --java-ignore-codebase=true zusammen mit --java-classpath, um sicherzustellen, dass zum Auflösen von Java-Klassen nur der angegebene Class Path verwendet wird.

 

--l

--lang

Die Sprache, in der Meldungen angezeigt werden.
Form: --lang=VALUE (en,de,ja,es, fr)

 

--p

--param

Diese Option ist anwendbar, wenn für das Mapping Input-Parameter verwendet werden. Damit wird einem im Mapping definierten Parameter ein Wert zugewiesen. Form: --param=ParamName:ParamValue. Vor jedem Parameter muss die Option --param verwendet werden. Verwenden Sie Anführungszeichen, wenn ParamName oder ParamValue ein Leerzeichen enthält. Beispiel: --p=company:"Nanonull Inc".

 

Nähere Informationen zu Mappings, die Input-Parameter erhalten, finden Sie in der MapForce-Dokumentation (https://www.altova.com/de/documentation#mapforce).

 

 

--taxonomy-package=FILE

Definiert den absoluten Pfad zu einem zusätzlichen in der Taxonomy Packages 1.0 Recommendation beschriebenen XBRL-Taxonomiepaket. Der Wert FILE gibt den Pfad des Taxonomiepakets an. Fügen Sie die Option mehrmals hinzu, um mehr als ein Taxonomiepaket zu definieren.

 

 

--taxonomy-packages-config-file=FILE

Definiert den Pfad zu einer Konfigurationsdatei namens TaxonomyPackagesConfig.json, anhand welcher XBRL-Taxonomiepakete geladen werden. Diese Konfigurationsdatei wird jedes Mal, wenn Sie XBRL-Taxonomiepakete über die grafische Benutzeroberfläche von XMLSpy, MapForce oder StyleVision hinzufügen, entfernen, aktivieren oder deaktivieren, aktualisiert. Wenn Sie über eines der oben erwähnten Produkte benutzerdefinierte XBRL-Taxonomiepakete hinzugefügt haben, so befindet sich die Datei unter C:\Benutzer\<Benutzername>\Documents\Altova.

 

 

Beispiele

In diesem Beispiel wird gezeigt, wie Sie eine Mapping-Ausführungsdatei (.mfx) mit MapForce Server unter Windows ausführen. In dem in diesem Beispiel beschriebenen Mapping wird die Input-Datei Employees.xml ausgelesen und es werden zwei Ausgabedateien erzeugt (PersonList.xml und Contacts.xml).        

 

Zuerst wird die MapForce Server-Ausführungsdatei (.mfx) folgendermaßen generiert:

 

1.Starten Sie MapForce und öffnen Sie die folgende MapForce Design-Datei (.mfd-Datei): C:\Benutzer\<Benutzer>\Dokumente\Altova\MapForce2026\MapForceExamples\ChainedPersonList.mfd.

2.Klicken Sie im Menü Datei auf den Befehl Zu MapForce Server-Ausführungsdatei kompilieren.

3.Wenn Sie dazu aufgefordert werden, speichern Sie die .mfx-Datei im Verzeichnis C:\temp. Dieses Verzeichnis wird bei der Ausführung durch MapForce Server als Arbeitsverzeichnis verwendet.

 

Öffnen Sie als nächstes eine Eingabeaufforderung und ändern Sie das Arbeitsverzeichnis in C:\temp\.

 

cd C:\temp

 

Führen Sie schließlich den folgenden Befehl aus, um ChainedPersonList.mfx auszuführen. In diesem Beispiel wird MapForce Server über einen absoluten Pfad aufgerufen. (Um das Programm über einen relativen Pfad aufzurufen, fügen Sie den Pfad zur ausführbaren Datei zu PATH-Umgebungsvariablen Ihres Systems hinzu).

 

"C:\Programme (x86)\Altova\MapForceServer2026\bin\MapForceServer.exe" run ChainedPersonList.mfx

 

Die beiden Ausgabedateien (PersonList.xml und Contacts.xml) werden im Arbeitsverzeichnis generiert. Beachten Sie, dass in diesem Mapping die Verwendung von absoluten Pfaden konfiguriert wurde. Aus diesem Grund konnte das Mapping erfolgreich ausgeführt werden und die Input-Datei Employees.xml musste sich nicht im Arbeitsverzeichnis befinden. Die Datei Employees.xml befindet sich im oben erwähnten Ordner MapForce Examples und wird über einen absoluten Pfad referenziert. Um anzugeben, ob Pfade als absolute oder relative Pfad behandelt werden sollen, klicken Sie in MapForce mit der rechten Maustaste in das Mapping, wählen Sie Mapping-Einstellungen und aktivieren bzw. deaktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Pfade im generierten Code absolut machen. Immer, wenn Sie die Mapping-Einstellungen ändern, müssen Sie das Mapping erneut zu einer .mfx-Datei kompilieren. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Vorbereiten von Mappings für die Server-Ausführung.

 

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