XML Entities definieren

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XML Entities definieren

Unabhängig davon, ob Ihr Dokument auf einer DTD oder einem XML-Schema basiert, können Sie für die Authentic View-Ansicht Entities definieren, die dann in der Eingabehilfe "Entities" und im Kontext-Untermenü Entity einfügen angezeigt werden. Wenn Sie in der Eingabehilfe "Entities" auf eine Entity doppelklicken, wird die  Entity an der aktuellen Cursorposition eingefügt.

 

Eine Entity ist nützlich, wenn Sie einen Textstring, ein XML-Fragment oder eine andere externe Ressource an mehreren Stellen in Ihrem Dokument einfügen möchten. Sie definieren die Entity, die im Grund eine Kurzbezeichnung ist, die die gewünschten Daten repräsentiert, im Dialogfeld "Entities definieren". Nachdem Sie die Entity definiert haben, können Sie sie an mehreren Stellen in Ihrem Dokument einfügen. Dies spart Zeit und ist effizient, wenn Sie Änderungen am Dokument vornehmen möchten.

 

Sie können in Ihrem Dokument zwei Arten von Entities verwenden: geparste Entities, wobei es sich um XML-Daten handelt (entweder Textstrings oder ein Fragment eines XML-Dokuments) oder nicht geparste Entities, wobei es sich um nicht-XML-Daten wie z.B. eine Binärdatei handelt (gewöhnlich Grafiken, Sound oder Multimedia-Objekte). Jede Entity hat einen Namen und einen Wert. Bei geparsten Entities ist die Entity ein Platzhalter für die XML-Daten. Der Wert der Entity sind entweder die XML-Daten selbst oder eine URI, die auf eine XML-Datei verweist, die die XML-Daten enthält. Bei nicht geparsten Entities ist der Wert der Entity eine URI, die auf die nicht-XML-Datendatei verweist.

 

Um eine Entity zu definieren, gehen Sie vor wie folgt:

 

1.Wählen Sie Authentic | XML Entities definieren.... Dadurch wird das Dialogfeld "Entities definieren" geöffnet.

dlg_define_entities

 

2.Geben Sie in das Feld "Name" den Namen der Entity ein. Dies ist der Name, der in der Eingabehilfe "Entities" angezeigt werden wird.
3.Wählen Sie im Feld "Type" den Entitätstyp aus der Dropdown-Liste aus. Es stehen drei Typen zur Auswahl. Bei einer internen Entity handelt es sich um Text, der im XML-Dokument selbst gespeichert ist. Bei Auswahl von PUBLIC oder SYSTEM geben Sie an, dass sich die Ressource außerhalb der XML-Datei befindet und mit Hilfe eines Public Identifier bzw. eines System Identifier aufgerufen wird. Ein System Identifier ist eine URI, die den Speicherort einer Ressource angibt. Der Public Identifier ist ein pfadunabhängiger Identifier, der es einigen Prozessoren erlaubt, die Ressource zu identifizieren. Wenn Sie sowohl einen Public Identifier als auch einen System Identifier definieren, wird der Public Identifier mit dem System Identifier aufgelöst und der System Identifier wird verwendet.
4.Wenn Sie als Typ PUBLIC ausgewählt haben, geben Sie den Public Identifier Ihrer Ressource im Feld PUBLIC ein. Wenn Sie Internal oder SYSTEM als Typ ausgewählt haben, wird das Feld PUBLIC deaktiviert.
5.Im Feld Value/Path haben Sie folgende Eingabemöglichkeiten:

 

Ist der Entitätstyp "Internal", geben Sie den gewünschten Textstring als Wert der Entity ein. Verwenden Sie zur Begrenzung der Entity keine Anführungszeichen, da diese als Teil des Textstrings behandelt werden.
Ist der Entitätstyp SYSTEM, geben Sie die URI der Ressource an oder wählen Sie mit Hilfe der Schaltfläche zum Durchsuchen eine Ressource in Ihrem lokalen Netzwerk aus. Wenn die Ressource geparste Daten enthält, muss es eine XML-Datei sein (d.h. sie muss eine XML-Erweiterung haben). Andernfalls kann als Ressource eine Binärdatei wie z.B. eine GIF-Datei verwendet werden.
Ist der Entitätstyp PUBLIC, müssen Sie in diesem Feld zusätzlich noch einen System Identifier eingeben.

 

6.Der Eintrag NDATA sagt dem Prozessor, dass diese Entity nicht geparst, sondern an den entsprechenden Prozessor gesendet werden soll. Das Feld NDATA sollte daher nur bei nicht geparsten Entities verwendet werden.

 

Dialogfeldfunktionen

Sie können Entities anhängen, einfügen und löschen, indem Sie auf die entsprechende Schaltfläche klicken. Des Weiteren können Sie Entities spaltenweise alphabetisch sortieren, indem Sie auf die Kopfzeile der jeweiligen Spalte klicken; bei einmaligem Klicken werden die Entities aufsteigend sortiert, bei zweimaligem Klicken absteigend. Die Größe des Dialogfelds und die Spaltenbreite lassen sich anpassen.

 

Sobald eine Entity im XML-Dokument verwendet wird, ist sie gesperrt und kann im Dialogfeld "Entities definieren" nicht mehr bearbeitet werden. Gesperrte Entities werden durch ein Schlosssymbol in der ersten Spalte gekennzeichnet. Durch das Sperren einer Entity wird sichergestellt, dass das XML-Dokument hinsichtlich der Entities gültig ist. (Das Dokument wäre ungültig, wenn eine Entity referenziert ist, die nicht definiert ist.)

 

Einschränkungen

 

Eine in einer anderen Entity enthaltene Entity wird weder im Dialogfeld, noch der Authentic View-Ansicht noch der XSLT-Ausgabe aufgelöst. Das kaufmännische Und-Zeichen einer solchen Entity wird in seiner Escape-Form also als &amp angezeigt.
Externe Entities werden in der Authentic View-Ansicht nicht aufgelöst, außer es handelt sich bei der Entity um eine Bilddatei, die als Wert eines Attributs eingegeben wurde, dessen Typ im Schema als ENTITY oder ENTITIES definiert wurde. Solche Entities werden aufgelöst, wenn das Dokument mit einem in der SPS generierten XSLT verarbeitet wird.

 


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