Validierung von EDI-Komponenten

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Validierung von EDI-Komponenten

MapForce validiert alle unterstützten EDI-Quell- und -Zieldokumente, wenn das Mapping ausgeführt wird. Dies geschieht entweder, wenn Sie in MapForce eine Vorschau auf das Mapping anzeigen, indem Sie auf die Schaltfläche Ausgabe klicken oder wenn das Mapping durch einen externen Ausführungsprozessor wie z.B. MapForce Server oder ein C++, C# oder Java-Programm ausgeführt wird. Sie können auch explizit die vom Mapping erzeugte EDI-Ausgabe validieren. Klicken Sie dazu zuerst auf das Register Ausgabe und anschließend auf die Symbolleisten-Schaltfläche Ausgabe validieren ic-validate (siehe auch Validieren der Mapping-Ausgabe).

 

MapForce validiert die in dieser Dokumentation angegebenen EDI-Formate. Dabei werden jedoch nicht die gesamte EDI-Syntax oder -Semantik validiert. Es kann z.B. in einigen Fällen vorkommen, dass die möglichen Werte eines Felds auf EDI-externen Standards basieren und nicht einfach als eine endliche und vollständige Gruppe von Werten, für die alle Verarbeitungsmöglichkeiten im Vorhinein bekannt sind, ausgedrückt werden können. In solchen Fällen können die Validierungsregeln mit Hilfe von Konfigurationsdateien an den jeweiligen Einzelfall angepasst werden (siehe Anpassen der EDI-Validierung).

 

Auf einer einfacheren Ebene können die Validierungsparameter direkt über die Benutzeroberfläche von MapForce konfiguriert werden. So können Sie festlegen, dass Fehler ignoriert werden oder die Mapping-Ausführung bei einem bestimmten Fehler gestoppt wird.

 

Um die Validierungseinstellungen anzupassen, doppelklicken Sie auf eine EDI-Komponente und klicken Sie im Dialogfeld "Komponenteneinstellungen" auf die Schaltfläche Validierung... (siehe auch EDI-Komponenteneinstellungen).In der Abbildung unten sehen Sie die Standardeinstellungen.

dlg_edi_validation_settings

Dialogfeld "EDI-Validierungseinstellungen"

Für jedes oben aufgelistete Validierungsereignis können beliebige der folgenden Aktionen ausgewählt werden: Stopp, Melden & Ablehnen, Melden & Akzeptieren, Ignorieren.

 

Bei Stopp werden schwerwiegende Fehler ausfindig gemacht und die Ausführung des Mappings abgebrochen.

 

Melden & Ablehnen liefert Informationen über den Fehler und weist die aktuelle Nachricht zurück. Melden & Akzeptieren liefert Informationen über den Fehler und akzeptiert die aktuelle Nachricht. Die eigentliche Fehlermeldung wird im Fenster "Meldungen" von MapForce angezeigt. Bei X12- und HIPAA-Quellkomponenten werden die Validierungsfehler auch in der Mapping-Komponente protokolliert, wodurch X12 997- oder X12 999-Berichte generiert werden können (siehe Validierungsergebnisse und X12 Acknowledgement).

 

Bei Ignorieren wird das Validierungsereignis ignoriert. Wenn Sie diese Aktion auswählen, werden keine Informationen über den Fehler bereitgestellt. Verwenden Sie die Aktion daher mit Vorsicht.

 

Wenn bei der Verarbeitung eines EDI-Mappings unerwartete Segmente gefunden werden, können nur MapForce und MapForce Server den Fehler beheben und den Parsing-Vorgang fortsetzen. Aufgrund unerwarteter Segmente entstandene Fehler im generierten C++-, C#- oder Java-Code können nicht behoben werden und der Vorgang wird abgebrochen. Zu den unerwarteten Segmenten gehören die folgenden Fehler: falsche Segmentreihenfolge, fehlender obligatorischer Segmentname, zusätzliche Segmente, die in den Konfigurationsdateien nicht vorhanden sind.

 

Für die folgenden EDI-Validierungsereignisse können benutzerdefinierte Aktionen (Stopp, Ignorieren, usw.) konfiguriert werden:

 

Ereignis

Beschreibung

Fehler kann auftreten bei einer

Fehlendes Segment

Ein obligatorisches Segment fehlt oder kommt weniger oft als im Mindestwert definiert vor.

Quellkomponente

Nicht erwartetes Segment

Ein Segment ist zwar in der Spezifikation, nicht aber in dieser Nachricht definiert.

Quellkomponente

Nicht erkannte Segment-ID

Es wurde ein Segment gefunden, das in der Spezifikation nicht definiert ist.

Quellkomponente

Fehlende Gruppe

Eine obligatorische Gruppe fehlt oder kommt weniger oft als im Mindestwert definiert vor.

Quellkomponente

Unerwartetes Dateiende

Die Instanz kann nicht geparst werden, da einige Daten fehlen.

Quellkomponente

Fehlendes Feld oder Kompositum

Ein obligatorisches Feld oder Kompositum fehlt oder kommt weniger oft als im Mindestwert definiert vor.

Quell- oder Zielkomponente

Zusätzliche Daten in Segment oder Kompositum

Die Input-Instanz enthält zusätzliche Daten, die von der Syntaxbeschreibung nicht erwartet werden.

Quellkomponente

Zusätzliche Wiederholung

Die tatsächliche Anzahl der Felder in einem Segment/Kompositum übersteigt die definierte Maximalanzahl

Quell- oder Zielkomponente

Ungültiger Feldwert

Ein numerisches Feld enthält ein ungültiges Zeichen.

Quellkomponente

Ungültiges Datum

Ein Datumsfeld enthält entweder ein ungültiges Zeichen oder die Werte für den Monat oder Tag sind ungültig.

Quellkomponente

Ungültige Uhrzeit

Ein Uhrzeitfeld enthält entweder ein ungültiges Zeichen oder die Werte für die Stunden oder Minuten sind ungültig.

Quellkomponente

Numerischer Überlauf

Ein numerischer Wert geht über die definierte Domain hinaus. Dieser Fehler wird nur innerhalb des generierten Codes unterstützt.

Quellkomponente

Datenelement ist zu kurz

Die Länge eines Datenelemente ist geringer als der definierte Mindestwert.

Quell- oder Zielkomponente

Datenelement ist zu lange

Die Länge eines Datenelemente ist größer als der definierte Maximalwert.

Quell- oder Zielkomponente

Ungültiger Codelistenwert

Der Wert des Datenelements stimmt mit keinem der vorkonfigurierten Codewerte überein. Siehe auch Ändern der möglichen Codewerte von Datenelementen.

Quell- oder Zielkomponente

Semantischer Fehler

Es ist ein semantischer Fehler aufgetreten.

Quell- oder Zielkomponente

Das Implementation “Not Used”-Datenelement ist vorhanden

In der Input-Datei ist ein Element vorhanden, das laut HIPAA-Konfigurationsdatei nicht zulässig ist (maxOccurs="0").

Quellkomponente

Die Input-Datei wurde nicht vollständig geparst

Die Input-Datei wurde nicht zur Gänze geparst.

Quellkomponente

 

Validierungsergebnisse und X12 Acknowledgment

Wenn MapForce eine X12- oder HIPAA-Komponente validiert, werden die Validierungsergebnisse in "virtuelle" Datenelemente am unteren Rand der EDI-Komponente (unter "ParserError_Message" und "ParserErrors_Group", siehe Abb. unten) platziert. Anhand dieser Informationen können X12 997- oder X12 999-Dateien mit Informationen über den Status des Datenaustauschs generiert werden (siehe Generieren eines X12 997 Functional Acknowledgment und Generieren eines X12 999 Implementation Acknowledgment).

edi-val1

 

Bei X12- oder HIPAA.X12-Komponenten haben die im Dialogfeld "EDI-Validierungseinstellungen" (Beschreibung siehe oben) verfügbaren Validierungsaktionen die folgende Bedeutung:

 

Stopp beendet die Ausführung des Mappings, ohne dass ein Fehlerbericht generiert wird.

 

Melden & Ablehnen und Melden & Akzeptieren stellt in den Datenelementen "ParserErrors_Message" und "ParserErrors_Group" der EDI-Komponente Informationen bereit, die weiter gemappt werden können.

 

Je nachdem, ob Ablehnen oder Akzeptieren ausgewählt ist, enthalten die Datenelemente "Functional Group Acknowledge Code F715" und "Transaction Set Acknowledgment Code F717" entweder:

den Wert 'R' für 'Rejected' (Abgelehnt) oder

den Wert 'E' für 'Akzeptiert, doch wurden Fehler gefunden'. Die Fehler werden auch im Fenster "Meldungen" angezeigt.

 

Ignorieren ignoriert den jeweiligen Fehler. In den Datenelementen "ParserErrors_Message" und "ParserErrors_Group" werden keine Informationen zur Verfügung gestellt.


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