Beim Mappen von HIPAA-Transaktionen zu beachten

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Beim Mappen von HIPAA-Transaktionen zu beachten

HL-Segmenthierarchie

HL-Segmente werden automatisch generiert und müssen vom Benutzer nicht manuell gemappt werden. Allerdings können bei Bedarf Werte gemappt werden. 

 

Autokomplettierung

Die Konfigurationsdateien für HIPAA-Transactions enthalten zahlreiche Codes und werden, wo möglich, zur Autokomplettierung von Feldern verwendet. Die Autokomplettierung ist kontextsensitiv, daher können Felder an verschiedenen Stellen unterschiedliche Werte haben. Die Autokomplettierungsfunktion kann durch Deaktivieren des Kontrollkästchens Autokomplettierung von fehlenden Feldern im Dialogfeld "Komponenteneinstellungen" ausgeschaltet werden  (siehe EDI-Komponenteneinstellungen).

 

Validierung

Die Validierung ist der Autokomplettierung insofern ähnlich, als sie ebenfalls kontextsensitiv erfolgt. Validierungsfehler werden auf dieselbe Art wie bei der X12-Validierung behandelt (siehe ASC X12-Validierungsregeln). .

 

Bearbeiten von Konfigurationsdateien

HIPAA-Konfigurationsdateien basieren auf einer neueren Schema-Version als X12-Konfigurationsdateien (siehe EDI-Konfigurationsschemas). HIPAA-Konfigurationsdateien ähneln daher X12-Konfigurationsdateien, weisen aber zusätzlich folgende Unterschiede auf:

 

Codewerte auf Feldebene
Bedingungen
Komplettierungs-Flags
“Not Used” Datenelemente

 

Codewerte

Feldinstanzen können eine integrierte Codeliste haben, die zur Validierung und/oder Autokomplettierung herangezogen wird. Werte können manuell hinzugefügt oder entfernt werden  (siehe Ändern der möglichen Codewerte von Datenelementen)..

 

<Data ref="F365" info="Communication Number Qualifier" nodeName="F365_1">

<Values>

         <Value Code="EM" />

          <Value Code="FX" />

 <Value Code="TE" />

</Values>

</Data>

 

Bedingungen

Bedingungen werden in Verbindung mit Werten angewendet. Da ein Segment oder eine Gruppe mehrmals vorkommen kann (Schleife), werden diese Instanzen durch eine spezielle Bedingung identifiziert. Damit eine Bedingung erfüllt wird, muss ein Wert vorhanden sein, sonst wird die spezifische Gruppe nicht gefunden.

 

So kommt z.B. Loop1000 mehrmals vor, doch hat jede Instanz davon eine andere semantische Bedeutung.

 

Um zu erkennen, um welche Schleife es sich handelt, definiert MapForce mit Hilfe einer Bedingung, dass Loop1000A im Feld F98 von Segment NM1 einen Wertcode “41” haben muss. Wenn dies nicht der Fall ist, wird der Gruppenname Loop1000A nicht gefunden.

 

<Group name="Loop1000A" info="Submitter Name">

  <Segment name="NM1" info="Submitter Name">

     <Condition path="F98" />

     <Data ref="F98" info="Entity Identifier Code">

 <Values>

    <Value Code="41" />

 </Values>

     </Data>

(…)

 

Bedingungscodes werden in der Zielkomponente automatisch generiert, wenn sie einen einzigen Wert enthalten.

 

Konfigurationsdateien werden mit einer Methode generiert, die gewährleistet, dass Bedingungswerte innerhalb der Sequenz sich wiederholender Segmente/Schleifen garantiert eindeutig sind.

 

Wenn Bedingungen oder ihre Werte bearbeitet werden müssen, muss diese Voraussetzung der Eindeutigkeit unbedingt berücksichtigt werden.

 

Komplettierungs-Flags

Die Autokomplettierung kann auf Ebene der Konfigurationsdatei angepasst werden. Ein neues Element "Completion" mit drei Attributen wurde zur Definition der folgenden Dinge hinzugefügt:

 

singleConditions – Einzelbedingungen für alle Felder in der Zielkomponente automatisch komplettieren
singleValues – Einzelwerte in der Zielkomponente für alle Felder automatisch komplettieren
HL – entsprechende Felder (für alle HL-Segmente) in der Zielkomponente im HL7-Segment generieren

 

(wobei "1" für "true" steht)

 

<Message>

  <MessageType>837-Q2</MessageType>

  <Completion singleConditions="1" singleValues="1" HL="1" />

  <Description>Health Care Claim: Dental</Description>

(…)

 

"Not Used"-Datenelemente

In HIPAA wird eine Reihe optionaler Elemente, die in Standard X12 Transactions vorhanden sind, weggelassen. Diese optionalen Elemente werden in MapForce-Komponenten versteckt.

 

Der Validierungsprozessor überprüft diese nicht verwendeten Felder, um sicher zu stellen, dass diese in Quelldateien nicht vorhanden sind. Da diese Felder nicht auf die Zielkomponente gemappt werden können (da sie versteckt werden), können sie auch nicht in Output-Zieldateien aufscheinen.

 

Für diese Felder wird in den Konfigurationsdateien das maxOccurs-Attribut "0" definiert. Falls nötig, können Sie mit Hilfe des maxOccurs-Attributs bestimmte Felder manuell verbergen (oder wieder einblenden).

 

<Data ref="F1037" minOccurs="0" info="Submitter Middle Name or Initial" />

<Data ref="F1038" minOccurs="0" maxOccurs="0" />

<Data ref="F1039" minOccurs="0" maxOccurs="0" />

 

Geltungsbereich der Validierung

Eine semantische Validierung wird von MapForce nicht unterstützt. Dies bedeutet, dass "Situationsfelder" einfach als optional behandelt werden.


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