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Altova MapForce 2020 Enterprise Edition

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Aufrufen von Webservices

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Sie können ein Mapping so designen, dass dabei während der Ausführung ein Webservice aufgerufen wird. Sie können nämlich einen Webservice-Aufruf (ähnlich wie eine Funktion) in ein Mapping einfügen, Input- und Output-Komponenten damit verbinden und das Ergebnis nach Bedarf verarbeiten (Sie können z.B. eine Vorschau im MapForce-Ausgabefenster anzeigen, es an eine andere Komponente weiterleiten oder in eine Datei schreiben). Dadurch wird MapForce zu einem leistungsstarken und über die grafische Benutzeroberfläche leicht konfigurierbaren Webservice Client.

 

Ein mit MapForce erstellter Webservice-Aufruf kann entweder von MapForce selbst oder auf einem anderen Rechner oder sogar auf einer anderen Plattform mit Hilfe von MapForce Server ausgeführt werden. Mappings können von MapForce Server über die Befehlszeile, als API-Aufruf oder als FlowForce Server-Auftrag ausgeführt werden, siehe Automatisierung mit MapForce Server.

 

MapForce unterstützt sowohl das Aufrufen von WSDL- als auch REST-Webservices. Wenn Sie ein Webservice zum Mapping hinzufügen, stehen Ihnen daher die folgenden Methoden zur Verfügung:

 

Bei WSDL-Webservices müssen Sie MapForce die WSDL- (Web Service Definition Language) Datei des aufzurufenden Webservices bereitstellen. Mit Hilfe der .wsdl-Datei kann MapForce mit dem Webserver kommunizieren. Wenn in der .wsdl-Datei mehrere Services, Endpoints und Operationen implementiert sind, können Sie diese direkt in MapForce auswählen oder aktualisieren.

Bei Nicht-WSDL-Webservices müssen Sie die Webservice-Informationen manuell in MapForce eingeben. Dazu gehören die URL, die Request-Methode (z.B. GET, POST, PUT), die Request- und Response-Struktur (wie z.B. XML, JSON oder benutzerdefinierte MIME-Types) und die Parameter. Wenn Sie die WADL-Datei (Web Application Definition Language) des aufzurufenden Webservice zur Verfügung haben, haben Sie auch die Möglichkeit, die Definition aus der WADL-Datei zu importieren. Falls Sie eine Beispiel-URL des Webservice haben, können Sie die URL mit MapForce parsen und automatisch alle Abfrage-, Vorlagen- oder Matrixparameter daraus extrahieren, damit Sie diese nicht manuell definieren müssen.

 

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht darüber, was in Bezug auf REST- und WSDL-Webservices in MapForce unterstützt wird.

 

Funktionalität

REST

WSDL

Mapping-Sprache

BUILT-IN

BUILT-IN, C#, Java

Automatisierung mit MapForce Server

Ja

Ja, wenn die Sprache "BUILT-IN" ist

Protokolle

HTTP (GET, POST, PUT, DELETE, benutzerdefinierte Verben)

SOAP 1.1, 1.2 über HTTP

Nicht-SOAP-Dienste über HTTP

Request/Response-Strukturen

XML

JSON

Protocol Buffers

benutzerdefinierte MIME-Types

SOAP-Nachricht

Sicherheit

HTTP/HTTPS

Server-Zertifikate

Client-Zertifikate

HTTP-Authentifizierung

Authentifizierung im Vorhinein

OAuth-Autorisierung

HTTP/HTTPS

Server-Zertifikate

Client-Zertifikate*

HTTP-Authentifizierung

Authentifizierung im Vorhinein*

WS-Security*

OAuth-Autorisierung

 

* In C# und Java nicht unterstützt

Import der Service-Definition

Optional aus WADL-Datei

Aus WSDL-Datei (erforderlich)

Import von Parametern aus der URL

Ja

Nicht anwendbar

Dynamische URL

Ja

Ja

Timeout

Ja

Ja

Dynamische Authentifizierung

Ja

Ja

 

Anmerkungen:

 

"Dynamische URL" bedeutet, dass die URL des Webservice anstelle der Eingabe in ein Dialogfeld und Speicherung der URL zusammen mit dem Mapping über das Mapping (oder als Parameter für das Mapping) bereitgestellt werden kann.

"Timeout" bedeutet, dass Sie in MapForce das Intervall konfigurieren können, nach dem der Webservice-Aufruf aufgrund einer Zeitüberschreitung abgebrochen wird, falls keine Antwort vom Webservice eintrifft.

"Dynamische Authentifizierung" bedeutet, dass die Authentifizierungsinformationen (Benutzername, Passwort) anstelle der Eingabe in ein Dialogfeld und Speicherung der Informationen zusammen mit dem Mapping über das Mapping (oder als Parameter für das Mapping) bereitgestellt werden können. Nähere Informationen finden Sie unter Dynamische Authentifizierung.

 

 

Bei WSDL-Webservices können Sie die folgenden Protokolle verwenden:

 

SOAP 1.1, 1.2 über HTTP

Es wird sowohl der Stil RPC/Encoded als auch der Stil Document/Literal unterstützt. Wenn der Webserver einen WSDL-Fehler zurückgibt, wird die Ausführung des Mappings gestoppt. Für solche Fälle können Sie optional eine Ausnahmekomponente für die Fehlerbehandlung in den Mapping-Bereich einfügen. Wenn der Webservice einen nicht-WSDL-Fehler zurückgibt, wird die Mapping-Ausführung gestoppt und eine Fehlermeldung zurückgegeben (oder auf dem Bildschirm angezeigt, wenn Sie eine Mapping-Vorschau in MapForce anzeigen).

Nicht-SOAP über HTTP

Dies bezieht sich auf etwas weniger gebräuchliche Nicht-SOAP HTTP-Services. Bei Verwendung von HTTP GET wird der Stil url-encoded unterstützt. Bei Verwendung von HTTP POST werden die Stile url-encoded und text/xml unterstützt.

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