Validierung und automatische Datenkomplettierung

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Validierung und automatische Datenkomplettierung

Wenn Sie ein Mapping ausführen, das Daten aus einer TRADACOMS-Struktur liest oder in diese schreibt, führt MapForce eine strukturelle Datenvalidierung gemäß der TRADACOMS-Spezifikation durch und zeigt etwaige Validierungsfehler im Fenster "Meldungen" an.

gui_tradacoms_validation

Fenster "Meldungen" mit Validierungsfehlern

Die TRADACOMS-spezifischen Valdierungsmeldungen (Informationen, Warnungen, Fehler) werden, wie im Beispiel oben gezeigt, zusätzlich zu allgemeinen, allen Mappings gemeinsamen Meldungen angezeigt. Nähere Informationen zur MapForce-Validierung im Allgemeinen finden Sie unter Validieren von Mappings.

 

Die folgenden Faktoren sind ausschlaggebend dafür, wie MapForce die geparsten bzw. generierten TRADACOMS-Dateien validiert:

 

die in den Konfigurationsdateien im MapForce-Installationsordner (Unterordner MapForceEDI\TRADACOMS) definierten Validierungseinschränkungen. Diese Konfigurationsdateien enthalten einerseits die Standardvalidierungsregeln der TRADACOMS-Spezifikation. Andererseits bieten sie aber auch die Möglichkeit, das TRADACOMS-Format an spezielle Vorgaben anzupassen. So können etwa auch die in den Konfigurationsdateien definierten Datenelemente, Segmente oder Codewerte geändert werden, was sich auch auf das Resultat der Validierung und der Mapping-Ausführung auswirkt. Nähere Informationen zu den Konfigurationsdateien finden Sie unter Konfigurationsdateien.
Die in MapForce vordefinierte Validierungslogik. Dazu gehört die MapForce-interne Überprüfung der Vollständigkeit der Daten, die möglicherweise nicht durch die Konfigurationsdateien erzwungen wird.
Benutzerdefinierte Validierungseinstellungen, die Sie über die grafische Benutzeroberfläche von MapForce definiert haben (siehe Validierung von EDI-Komponenten). Um die EDI-Validierungseinstellungen einer beliebigen EDI-Komponente (auch einer TRADACOMS-Komponente) anzuzeigen oder zu ändern, doppelklicken Sie auf die Überschrift der Komponente und klicken Sie anschließend im Dialogfeld "Komponenteneinstellungen" auf Validierung.

dlg_edi_validation_settings

 

Beim Schreiben von Daten in eine TRADACOMS-Struktur füllt MapForce den Inhalt der Datenelemente, für die der Wert berechnet oder vordefiniert werden kann, automatisch aus. Dies wird als automatische Komplettierung oder "Autokomplettierung" bezeichnet. Um dieses Verhalten zu verhindern, deaktivieren Sie im Dialogfeld "Komponenteneinstellungen" das Kontrollkästchen Autokomplettierung von fehlenden Feldern (siehe EDI-Komponenteneinstellungen).

 

Aufgrund der folgenden TRADACOMS-Validierungsregeln, gibt MapForce entweder (beim Parsen oder Generieren der Datei) Validierungsfehler aus oder füllt fehlende Felder (bei der Dateigenerierung) automatisch aus:

 

1.Die Segmente STX (Start of Transmission) und END (End of Transmission) müssen vorhanden sein.
2.Wenn STDS-1 den Wert 'ANAA' hat, muss eine Reconciliation Message (RSGRSG) vor dem Ende der Übertragung (END) vorhanden sein. Andernfalls muss keine Reconciliation Message (RSGRSG) vorhanden sein.
3.Wenn STDS-1 den Wert 'ANAA' hat:
a.so muss der Wert von RSGA in der Reconciliation Message gleich dem Wert von SNRF im Segment STX sein.
b.so muss der Wert von RSGB in der Reconciliation Message gleich dem Wert von UNTO-1 im Segment STX sein.
4.TRDT-1 muss das Datum (JJMMTT) und TRDT-2 muss die Uhrzeit (HHMMSS) der Übertragung enthalten (aktuelles Datum und aktuelle Uhrzeit).
5.Wenn der Batch Header (BAT) vorhanden ist, so muss auch der Batch Trailer (EOB) vorhanden sein. Die Anzahl der Nachrichten im Batch muss im Datenelement NOLI (Number of Messages in Batch) vorhanden sein.
6.Das Datenelement MSRF (Message Reference) im Message Header (MHD) muss die fortlaufende Nummerierung der Nachrichten in der Übertragung (beginnend mit 1) enthalten.
7.Das Datenelement NOSG (Number of Segments in Message) im Message Trailer (MTR) muss die Anzahl der Segmente einschließlich MHD und MTR enthalten.
8.Falls vorhanden, muss die Reconciliation Message (RSGRSG) abgesehen vom Message Header und Message Trailer aus einem Segment (RSG) bestehen.
9.Das Datenelement NMST (Number of Messages in Transmission) im END-Segment muss die Anzahl der Nachrichten (Messages) im Austausch enthalten (Anzahl der MHD-Segmente).
10.Im Allgemeinen erwartet MapForce beim Lesen einer TRADACOMS-Struktur, dass es sich bei der Austauschumgebung um den Typ "Computer an Computer" (oder in der TRADACOMS-Terminologie "intelligenter Terminal an intelligenten Terminal") handelt. Ein Segment wie z.B. MHD = 12 + ORDHDR :3 würde daher einen Validierungsfehler verursachen, da es zusätzliche vorangestellte und nachgestellte Leerzeichen enthält.
11.String-Daten müssen in Großbuchstaben geschrieben sein. Bei der Generierung von TRADACOMS-Daten konvertiert MapForce die String-Daten in Großbuchstaben.

 

Wie bereits erwähnt, wirken sich zusätzlich dazu alle in den Konfigurationsdateien definierten Validierungsregeln ebenfalls auf das Parsen und die Generierung von TRADACOMS-Dateien aus.


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